Menü

Prof. Jürgen vom Dahl Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Leiter des Cardiac Arrest Center (CAC) und rechts die Urkunde. Foto: © Kliniken Maria Hilf

September 2020 | Anzeige

Das Cardiac Arrest Center der Kliniken Maria Hilf

In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur rund 10% überleben einen solchen Notfall. Schnelle Wiederbelebung vor Ort ist dabei einer der Erfolgsfaktoren, spezielle klinische Leistungen retten mehr als das Leben.

Um die Überlebenschance an sich und um in deren Folge eine maximale Lebensqualität zu sichern, ist eine spezielle medizinische Versorgung durch unterschiedliche Disziplinen, die eng verzahnt miteinander arbeiten, eine wichtige Voraussetzung. „Und diese haben wir hier für unsere Region an den Kliniken Maria Hilf geschaffen“, erklärt Prof. Jürgen vom Dahl, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und nun zugleich Leiter des Cardiac Arrest Center (CAC), nicht ganz ohne Stolz. Das frisch erst-zertifizierte Cardiac Arrest Center dient also der Verbesserung der Überlebensrate nach einem prähospitalem Herz-Kreislaufstillstand einerseits sowie spürbarer Optimierung der späteren Lebensqualität andererseits.

Den zahlreichen Fortschritten moderner Medizin zum Trotz herrscht bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand immer akute Lebensgefahr. Der Grund dafür sind oft schwerwiegende Schäden am Gehirn oder am Herzen, aber auch an Lunge, Nieren, Blutgefäßen und anderen inneren Organen. Bei außerhalb von Krankenhäusern erfolgreich reanimierten Patienten ist die weitere Prognose aufgrund der Schwere der Erkrankung somit äußerst ernst und im Verlauf ganz wesentlich von der Fachkompetenz und der Ausstattung der weiterbehandelnden Klinik abhängig. „Die engmaschige Zusammenarbeit der Disziplinen führt zu zeitnahen Diagnosen und in Folge derer zu früh einsetzenden, unterschiedlichsten Therapiekonzepten“, erläutert Prof. Jürgen vom Dahl.

Um den Titel „Cardiac Arrest Center“ führen zu dürfen, erfüllen die Kliniken Maria Hilf viele medizinische und strukturelle Voraussetzungen unter einem Dach. Sechs Kliniken mit ihren Fachärzten bilden das CAC aus den Disziplinen Kardiologie mit Elektrophysiologie und Intensivmedizin sowie dem Zentrum für klinische Akut- und Notfallmedizin, die Klinik für Neurologie und die Anästhesiologie mit Operativer Intensivmedizin. Zusätzlich bedarf es noch der Klinik für Unfallchirurgie sowie der fachärztlichen Versorgung durch die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie.

„Häufig ist das Gehirn mitbetroffen oder z.B. durch Blutungen für den Herz-Kreislauf-Stillstand mit-verantwortlich. Nur eine solch enge Einbindung von vor Ort schnell erreichbaren Fachärzten ermöglicht uns eine lückenlose Diagnostik in kürzester Zeit und mündet in einer zwischen den Fachrichtungen optimal abgestimmten Therapie“, erläutert Professor vom Dahl. „Nahezu sämtliche diagnostischen und therapeutischen Schritte können hier mit der Ausstattung der Kliniken Maria Hilf erfolgen, um die weitere Therapieplanung möglichst konsequent umzusetzen und für den Patienten stressfrei ohne Ortswechsel zu ermöglichen.“

Aber auch um die Angehörigen gilt es sich zu kümmern: Sie sind oftmals schwerwiegenden emotionalen und existentiellen Belastungen ausgesetzt. Zu sofortigen aber auch zur weiterführenden Betreuung der Angehörigen stehen ebenfalls speziell geschulte Kollegen zur Verfügung.

Um auf der Höhe der Zeit und der medizinischen Erkenntnisse zu bleiben und um auf jeden Fall in 3 Jahren die erste Re-zertifizierung feiern zu können, ist die regelmäßige Fortbildung und ein regelmäßiges Training unter Einbindung aller beteiligten Professionen inklusive des Rettungsdienstes eine weiterhin zu erfüllende Voraussetzung. Kommunikative Fähigkeiten sind dabei ebenso wichtig wie die Patientenversorgung in der akuten Stresssituation.

Zurück