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Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: Jörg Weyel und Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange, Foto: Dr. Dr. Lange Weyel

Juli 2020 | Anzeige

Erfolgreiche Zahnbehandlung zu Zeiten der Corona-Pandemie

Krankenkassen, zahnärztliche Berufsorganisationen und wissenschaftliche Fachgesellschaften bestätigen in der aktuellen Situation die Möglichkeit einer zahnärztlichen Versorgung und raten Patienten, bei Zahnproblemen eine Behandlung nicht heraus zu zögern. Auch die beiden Mund- Kiefer- Gesichtschirurgen Dr. Dr. Lange und Weyel im Menge Haus empfehlen einen zeitnahen Praxisbesuch.

Redaktion: Warum sollen Patienten einen Zahnarztbesuch nicht herauszögern?

Jörg Weyel: Viele Krankheiten wie Erkältungen oder eine Magenverstimmung können nach ein paar Tagen ohne einen Arztbesuch verklingen. Symptome lassen sich oft mit Hausmitteln oder frei erhältlichen Medikamenten auskurieren. Ganz anders ist die Situation bei Zahnproblemen und Erkrankungen des Zahnfleischs. Bei Zahnschäden und Zahnschmerzen muss frühestmöglich in einer Praxis eingegriffen werden.

Dr. Ralf-Thomas Lange: Eine unbehandelte Karies, ein abgebrochener Zahn, eine entzündete Wurzel, eine Zyste oder Zahnfleischentzündungen wie Gingivitis oder Parodontitis müssen sofort behandelt werden, um größere Probleme zu verhindern und Schmerzen vorzubeugen. Zu langes Warten kann zu irreversiblen Schäden führen. In einigen Fällen z.B. bei Herzerkrankungen und Schlaganfällen kann eine Verzögerung des Arztbesuches lebensgefährlich werden.

Redaktion: Können momentan grundsätzlich alle Behandlungen durchgeführt werden?

Jörg Weyel: Eine zahnmedizinischen Behandlung ist eine notwendige und erforderliche Maßnahme, die im Interesse des Patienten durchgeführt werden soll. Dies betrifft alle zahnmedizinischen Maßnahmen: Von Vorsorgeuntersuchungen über Prävention und professionelle Zahnreinigung bis zu Eingriffen, die Beschwerden eines Patienten kurz-, mittel- oder langfristig lindern oder die Verschlimmerung der bestehenden Erkrankung vermeiden. Sofern gesundheitlich nichts dagegen spricht, können wir auch in der aktuellen Situation für unsere Patienten alle medizinischen Eingriffe durchführen.

Dr. Ralf-Thomas Lange: Zahnmedizinische Maßnahmen und Eingriffe dienen nicht nur der Erhaltung oder Wiederherstellung der Mundgesundheit. Diese Maßnahmen fördern die allgemeine Gesundheit und stärken die Immunabwehr des Körpers. Die Entscheidungen über die Notwendigkeit einer zahnmedizinischen Behandlung treffen unsere überweisenden Kolleginnen und Kollegen und wir im konkreten Patientenfall abhängig vom individuellen Risiko und der Komplikationsdichte eines Eingriffs. Eine Verzögerung durch eine Verunsicherung des Patienten – Angst vor einer Infizierung - kann nur durch eine transparente Information über unsere Hygienestandards verhindert werden.

Redaktion: Welche Rolle spielen Hygienemaßnahmen?

Jörg Weyel: Die Hygiene steht nun noch mehr im Mittelpunkt. Die Information über Hygienemaßnahmen ist eines der zentralen Themen, um Patienten eine ausreichende Sicherheit zu geben und um das Vertrauen eines Patienten zu gewinnen. Dieses Vertrauen nimmt sensiblen und zögernden Patienten die Angst vor einer Ansteckung. Dieses Gefühl der Sicherheit auch in der Covid-19 Situation ist zu einer Grundvoraussetzung für einen Zahnarztbesuch geworden.

Dr. Ralf-Thomas Lange: Zahnarztpraxen so wie die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie unterliegen besonders strengen Hygienevorschriften. Wir haben unsere Hygienestandards nochmals erhöht. Alle Instrumente werden, wie auch vor der Pandemie, immer sterilisiert und frisch aufgelegt, der Behandlungsraum weiterhin sorgfältig desinfiziert und die Behandlungsräume gelüftet. Patienten möchten nicht nur sich, sondern auch das betreuende, zahnmedizinische Personal geschützt wissen.

Redaktion: Die beiden Chirurgen im Menge Haus und ihre überweisenden Kollegen sorgen in ihren Praxen für ein hohes Schutzniveau und können aktuell ihr vollständiges Leistungsspektrum anbieten. Unser Appell an Patienten: Klären sie telefonisch mit dem Arzt ihres Vertrauens ab, ob und wann ein Arztbesuch erforderlich und möglich ist. Sie schützen sich vor Beschwerden, die sich zu akuten Problemen entwickeln. Patienten können sich sicher fühlen.

Herr Dr. Lange, Herr Weyel, wir danken für das Gespräch.

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