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2. Quartal 2019 | Anzeige

Moderne Anästhesiologie in modernen Räumlichkeiten

Seit dem 1.1.2019 ist Privatdozent Dr. Andreas Hohn neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin an den Kliniken Maria Hilf und absolut begeistert von den perfekten Räumlichkeiten an dem neuen Standort in der Viersener Straße. „Das neue Gebäude ist funktionell sehr gut durchdacht und bietet mit seinen kurzen Wegen perfekte Voraussetzungen für reibungslose Prozesse und interdisziplinäres Arbeiten“, schwärmt der 46-jährige Mediziner, der zuletzt an der Uniklinik Köln in leitender oberärztlicher Position tätig war. Mit seinem Team aus fast vierzig Anästhesisten setzt Dr. Hohn moderne Konzepte in allen vier Teilbereichen der Anästhesiologie um: Der Anästhesie, der Intensivmedizin, der Notfallmedizin und der Schmerztherapie.

Anästhesie

„Als perioperative Mediziner begleiten wir einen Großteil unserer Patienten nahezu während des gesamten Behandlungsprozess im Krankenhaus“, so Dr. Hohn. Im Vorgespräch zu einer Operation werden wichtige Informationen zum Patienten eingeholt und das individuell beste Anästhesieverfahren für den Patienten besprochen und festgelegt. Hierdurch werden schon vor dem Eingriff die Weichen gestellt für optimale Operationsbedingungen, aber auch schon für den postoperativen Verlauf, zum Beispiel indem eine individuelle Strategie für die Schmerztherapie bereits im Vorfeld festgelegt wird. Während der Operation ist der Anästhesist verantwortlich für die Überwachung und Stabilisierung der lebenswichtigen Organfunktionen. Hierzu stehen zahlreiche moderne technische Überwachungsmöglichkeiten für die Herz-Kreislauffunktionen oder beispielsweise zur Messung Narkosetiefe zur Verfügung. In den letzten Jahren hat die Anwendung des Ultraschalls in der Anästhesiologie einen zunehmenden Stellenwert erlangt. Zum einen können hierdurch bei Risikopatienten zusätzliche Informationen zur Kreislaufsituation gewonnen werden, aber auch die Anlage von Gefäßkathetern oder die Durchführung von Regionalanästhesieverfahren ist hierdurch sicherer geworden. Daher kommen diese modernen Verfahren regelmäßig im Klinikum Maria Hilf zum Einsatz.

„Die Anästhesie ist heutzutage so sicher wie nie zuvor. Trotz aller apparativen Möglichkeiten, ist jedoch immer noch die durchgehende Präsenz eines gut ausgebildeten und erfahrenen Anästhesisten der wesentlichste Garant für die Sicherheit der uns anvertrauten Patienten. Wir verwenden mittlerweile Checklisten und Kommunikationsstrategien, wie sie sich in der Luftfahrt bewährt haben.“, so Hohn, der zum Thema perioperative Komplikationen in renommierten internationalen Fachzeitschriften publiziert hat.

Intensivmedizin

Im Bereich der Operativen Intensivmedizin werden in den Kliniken Maria Hilf auf 16 Betten unter Leitung der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin Patienten nach großen Operationen, schweren Unfällen bzw. Verletzungen, aber auch mit anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen intensivmedizinisch versorgt. Auch hier stehen am neuen Standort in der Viersener Straße alle modernen technischen Verfahren zur Verfügung und kommen bei den schwerstkranken Patienten regelmäßig zum Einsatz. „Durch das breite operative Spektrum der chirurgischen Fachabteilungen und durch den überregionalen Versorgungsanspruch unserer Zentralen Notaufnahme müssen wir hier täglich Intensivpatienten auf universitärem Niveau versorgen“, berichtet Dr. Hohn, der selbst den anästhesiologischen Intensivbereich an der Uniklinik Köln geleitet hat.

Die Genesung kritisch kranker wird neben einer modernen Intensiv- und Apparatemedizin vor allem aber wesentlich durch eine kompetente Intensivpflege und eine regelmäßige Physiotherapie erreicht. „Die pflegerische uns physiotherapeutische Versorgung in Zukunft personell sicherzustellen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren“, sagt Dr. Hohn. Zukünftig möchte er die multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen im Team noch weiter stärken. Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen sollen einen ersten Schritt in diese Richtung darstellen.

Notfallmedizin

Auch an der präklinischen und innerklinischen Notfallmedizin beteiligt sich die Klinik von Dr. Hohn regelmäßig. So besetzten die Ärzte der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin als Notärzte den größten Teil der Schichten, des an den Kliniken Maria Hilf stationierten Notarzteinsatzfahrzeug der Stadt Mönchengladbach. Weiterhin sind die Ärzte der Anästhesie regelhaft als Mitglieder des Schockraum-Teams an der Versorgung schwerstverletzter oder lebensbedrohlicher erkrankter Patienten in der Zentralen Notaufnahme beteiligt. „Gerade bei der Versorgung Schwerstverletzter sind gut abgestimmte interdisziplinäre Versorgungsstrukturen und klar definierte Kommunikationswege entscheidend. Hier besteht eine hervorragende Kooperation mit dem Team unserer Zentralen Notaufnahme“, führt Dr. Hohn aus, der selbst Notfallmediziner ist und langjährig im Notarztdienst der Stadt Köln tätig war.

Schmerzmedizin

Im Bereich der Schmerzmedizin liegt der Fokus der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin auf der der perioperativen Akutschmerztherapie. Hier möchte Dr. Hohn den Ausbau eines gemeinsamen ärztlichen und pflegerischen Akutschmerzdienst vorantreiben. Dieser soll tägliche Visiten zur Sicherstellung einer suffizienten Schmerztherapie nach operativen Eingriffen durchführen. „Die adäquate Versorgung von Patienten mit Schmerzkathetern ist aufwendig und eine Herausforderung. Die Patienten liegen häufig auf mehreren Stationen im Haus verteilt und das Stationspflegepersonal ist unterschiedlich gut geschult und erfahren im Umgang mit kontinuierlichen Regionalanästhesieverfahren, sogenannten Schmerzkathetern. Andererseits bleibt der Anästhesist verantwortlich für den im OP bereits angelegten Schmerzkatheter.“, beschreibt Dr. Hohn die Versorgungssituation. Er kennt diese Situation von seinen anderen beruflichen Stationen sehr gut und ist der Überzeugung, dass intensive Schulungen des Stationspersonals, interdisziplinäre Schmerzstandards und tägliche Visiten des Akutschmerzdienstes die schmerztherapeutische Versorgung noch weiter optimieren können. „Postoperative Schmerzen können heutzutage meist vermieden werden, bzw. auf ein Mindestmaß reduziert werden. Eine suffiziente Schmerztherapie verhindert Komplikationen, beugt der Entwicklung chronischer Schmerzen vor und reduziert die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus.“, unterstreicht Dr. Hohn den Stellenwert der Schmerzmedizin.

Mit den neuen baulichen Strukturen an der Viersener Straße und den Möglichkeiten, sich an den zusammengelegten Standorten interdisziplinär neu organisieren zu können, bietet sich Dr. Hohn und seinem Team also eine hervorragende Grundlage sich in allen vier Säulen der Anästhesiologie modern aufstellen zu können.

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