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Alena Scharfschwert. Foto: Alena Scharfschwert

Januar 2019

Yoga

Für Kinder und Teenager – Früh übt sich

Massiver Leistungsdruck in Schule und Privatbereich sind der Grund, warum bereits junge Menschen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren von stressbedingten Beschwerden betroffen sind. Rund eine der geschätzten neun Millionen Heranwachsenden leidet unter Kopf- und Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche oder ist wegen psychischer Krankheiten (Angst, Erschöpfung) in professioneller Behandlung.

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sind knapp 17 % aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland psychisch auffällig. Der DAK-Gesundheitsreport enthüllt mit 26% sogar noch höhere Zahlen

Kinder und Jugendliche heute:
Bedingt durch unsere heutige Leistungsgesellschaft sind Kinder und Jugendliche bereits sehr früh starken Stressoren ausgesetzt, sind gefordert und belastet. Die Zeit zum Kindsein, zum Spielen, sich ausprobieren, kommt ebenso zu kurz wie Auszeiten für die Heranwachsenden, in denen sie zur Ruhe kommen können. Neben dem Leistungsdruck in Schule und Privatbereich, sind es oft Versagensängste, digitale Reizüberflutung oder Mobbing, die stressbedingte Beschwerden verstärken.

Warum Kinderyoga?:
Es ist medizinisch belegt, dass Kinderyoga eine präventive Möglichkeit von stressbedingten Erkrankungen darstellt. Yoga wird Ihr Kind dabei unterstützen, sich besser zu konzentrieren und auch einmal ruhig sitzen zu können. Koordinationsauffälligkeiten werden mit Yoga ebenso positiv beeinflusst wie Herausforderungen in zwischenmenschlichen Begegnungen mit Nähe und Distanz. Früh übt sich: Durch den bewussten Körperumgang im Yoga, achtsames Stretching und Mobilisation kann außerdem möglicherweise bereits vorhandenen Haltungsschäden, Bewegungseinschränkungen sowie verkürzter oder schwach ausgeprägter Muskulatur entgegengewirkt werden.

Yoga im Allgemeinen:
In den letzten Ausgaben konnten Sie bereits ausführlich lesen, dass Yoga hilft Stressfaktoren entgegenzuwirken, Belastungen zu regulieren und Balance im Leben herzustellen. Eine Yogapraxis wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit, das Selbstbewusstsein und die eigene Körperwahrnehmung aus und führt zu größerer innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.

Yoga für Kinder:
Entscheidend beim Yoga-Üben mit Kindern ist, dass die Übungen für Kinder spielerisch erlebbar gemacht werden. Für Kinder wird die Yogaübung „Kleine Kobra“ erst als Schlange, die sich schlängelt und auch mal zischt, wahrgenommen und danach erst als Körperhaltung. Die Auswahl der Übungen passt sich der Dynamik der Kinder an und der Unterricht bietet den Kindern einen sicheren Raum, um Koordination in der Bewegung zu erleben.

Yoga für Teenager:
Auch Jugendlichen bietet Yoga eine Ruheoase inmitten des steigenden Leistungsdrucks. Gleichzeitig kann es ein Anker in der herausfordernden Zeit der Pubertät sein. Yoga hilft hier bei der Selbstfindung, trägt zum emotionalen Gleichgewicht bei, unterstützt auf der sozialinteraktiven Ebene, fördert Bewusstsein, Achtsamkeit und Mitgefühl für sich und andere Menschen. Die Pubertät begleitende Minderwertigkeitsgefühle können aufgelöst werden, da Yoga vermittelt, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist.

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