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Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: Jörg Weyel und Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange, Foto: Dr. Dr. Lange Weyel

Januar 2019 | Anzeige

Minimal invasive Implantologie

Kleinere Eingriffe, weniger Schmerzen

Patienten wünschen sich möglichst schonende und schmerzfreie Behandlungen. Die moderne Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie begegnet diesem Wunsch mit minimal invasiven Therapien und einer präzisen Schmerzausschaltung. Wir sprachen im Menge Haus mit den beiden Chirurgen der Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische - Ästhetische Operationen.

REDAKTION: Was bedeutet minimal invasiv für einen Patienten?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Grundsätzlich versuchen wir immer unsere Patienten möglichst schonend zu behandeln. Mit exakt dosierbaren Anästhesie-Verfahren, moderner, digitaler Technik und neuen Materialien können wir Begleiterscheinungen eines chirurgischen Eingriffs deutlich reduzieren. Schon vor der Verwendung des Begriffes minimal invasiv war es Ziel der Mund - Kiefer - Gesichtschirurgie einen operativen Eingriff so vorzunehmen, dass nur möglichst geringe Schädigungen oder Verletzungen von Haut, Weichteilen oder Knochen auftreten. Relativ neu ist der Begriff minimal invasiv in der Implantologie.

Jörg Weyel: In der klassischen Implantologie musste der Kieferknochen freipräpariert werden, um Implantate setzen zu können. Neue, schonendere Verfahren auf Basis der Digitalen Volumen-Tomographie (DVT) ermöglichen das Setzen der Implantate ohne diese Freilegung des Knochens. Bei der minimal invasiven Chirurgie können wir die Implantate ohne oder durch nur sehr kleine Löcher setzen. Für Patienten bedeutet dies kleinere, komplikationsärmere Wunden, schnellere Wundheilung und weniger Belastung. Oft können die Implantate auch früher belastet werden. Wie minimal invasiv wir eine Behandlung durchführen können, richtet sich nach der individuellen Situation eines Patienten.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Falls ein Patient ein Knochendefizit aufweist, können wir mit schonenden Verfahren neuen Knochen aufbauen. Langwierigen und belastenden Knochenaufbau können wir unseren Patienten oft mit der so genannten Piezochirurgie ersparen. Diese moderne, ultraschallgestützte Chirurgie ist ein neuartiges Operationsverfahren zur behutsamen Knochenbearbeitung. Das Ergebnis sind risikoarme Eingriffe, die deutlich weniger Blutungen und geringere Wundflächen versprechen.

Jörg Weyel: Spezielle Implantatdesigns helfen uns oft, aufwändigere operative Maßnahmen zu vermeiden. Mit kürzeren Implantaten und Implantaten mit geringerem Durchmesser können wir Implantationen noch schonender vornehmen und für unsere überweisenden Kollegen eine stabile Basis für ästhetisch ansprechende, implantatgetragene Zähne schaffen.

REDAKTION: Kaum eine medizinische Maßnahme ist so mit Angst vor Schmerzen verbunden, wie ein Zahnarztbesuch. Wie kann einem Patienten diese Angst genommen werden?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Unsere Patienten sollen den Eingriff ruhig, entspannt und ohne Angst erleben. Deshalb legen wir sehr viel Wert auf eine ausführliche und intensive Beratung, in der wir den Patienten genau unsere Vorgehensweise erklären und mit Ihnen besprechen. Unsere modern ausgestatteten Anästhesieeinrichtungen und Eingriffsräume ermöglichen es, Narkosen exakt auf jeden Eingriff abzustimmen. Eine örtliche Betäubung sorgt für Schmerzfreiheit während einer Behandlung. Patienten spüren nur die Berührung der Instrumente.

Jörg Weyel: Auf Wunsch kann bei komplizierten Eingriffen und bei ängstlichen Patienten zusätzlich zur örtlichen Betäubung eine Dämmerschlafnarkose durchgeführt werden. Für sensible Patienten, die Angst vor einem implantologischen Eingriff haben, bestehen mit der Sedierung und der Vollnarkose weitere Möglichkeiten der Bewusstseinsausschaltung.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Patienten werden bei der Sedierung in eine Art Dämmerschlaf versetzt. Bei der Sedierung werden Beruhigung und Schmerzausschaltung kombiniert. Zusätzlich bieten wir dreimal in der Woche Vollnarkosen an. Moderne Narkosetechniken sind genau dosierbar, sicher und lassen sich exakt auf den einzelnen Patienten abstimmen. Welches Verfahren das Beste ist, wird in jedem Einzelfall individuell zwischen Behandler, Patient und Anästhesist entschieden. Patienten werden vor, während und nach einer Operation lückenlos von anästhesiologischem Fachpersonal überwacht. Das Team sorgt für eine sichere, postoperative Betreuung im separaten Aufwachraum.

Fazit der Behandler: Durch intensive, individuelle Aufklärung, auch über Alternativlösungen, und Beratung nehmen wir unseren Patienten die Bedenken vor einer Implantation. Voruntersuchungen und selbst das Setzen der Implantate sind dank präziser Narkosen und minimal invasiver OP-Techniken schmerzfrei. Zudem führen neue diagnostische Verfahren zu mehr Sicherheit. Für uns ist wichtig, einfühlsam auf unsere Patienten und eventuelle Ängste oder Bedenken einzugehen. Implantate ohne Schmerzen, möglichst schnell und schonend. Diese Erwartungen können mit schonender, minimal invasiver Implantologie erfüllt werden. Die Aussicht auf einen gewebeschonenden, weniger invasiven Eingriff hilft gerade sensiblen Patienten.

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