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  • Aufklärungskampagne durch Hautarzt Lodin im Kindergarten St. Margareta, MG, Foto: Loderma

    Aufklärungskampagne durch Hautarzt Lodin im Kindergarten St. Margareta, MG, Foto: Loderma

  • Hautarzt Lodin, Foto: Loderma

    Hautarzt Lodin, Foto: Loderma

3. Quartal 2018 | Anzeige

Sonnenschutz und Hautkrebsvorsorge

LODERMA | Haut | Laser | Ästetik

Keine Frage, jeder von uns kennt die wohltuende Wirkung von Licht und Wärme auf Körper und Seele. Richtig dosiert, regt die Sonne Kreislauf und Stoffwechsel an und steigert unsere Vitalität. Doch im Übermaß können die von der Sonne ausgehenden UV-Strahlen gefährliche Folgen haben. Und wie so oft, sind auch hiervon die Kleinsten am meisten betroffen: Übermäßige UVBelastung oder Sonnenbrände in der Kindheit können Jahre später Hautkrebs zur Folge haben.

Dabei ist wichtig zu wissen:

1. Bereits während der ersten 18 Lebensjahre wird der größte Teil der UV-Lebensdosis aufgenommen, weil Kinder viel Zeit im Freien verbringen.

2. Erwachsene sind oft schlechte Vorbilder, denen Kinder gern folgen. Auch heute noch ist die Meinung weit verbreitet, dass eine stark gebräunte Haut ein Zeichen für Gesundheit ist. Aber leider ist das Gegenteil der Fall.

3. Die Kleinsten tragen das größte Risiko. Trotzdem wird das richtige Verhalten in der Sonne meist vernachlässigt. Dies kann später Hautkrebs zur Folge haben.

Sonnenbrände in der Kindheit gelten als Risikofaktor für das „maligne Melanom“, aber auch für den „Hellen Hautkrebs“

Allein in Deutschland erkranken schätzungsweise 265.000 Menschen jedes Jahr an Hautkrebs, die Tendenz ist steigend.

Gründe hierfür sind vor allem fortgeschrittenes Alter, heller Hauttyp, Hauttumore in der Familie und Zigarettenrauch. Auch das veränderte Schönheitsideal, die damit verbundenen Solariumbesuche und einfacheres Reisen in ferne Länder tragen hierzu bei. So verdoppeln Studien zufolge Solariumbesuche bis zu einem Alter von 35 Jahren das Melanomrisiko.

Dabei ist das Thema Sonnenschutz ganz einfach in den Alltag und den Urlaub zu integrieren. So ist es eine Herzensangelegenheit für Tariq Lodin, niedergelassener Dermatologe und selbst Vater zweier Kinder, Kindergärten zu besuchen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

„Hierbei geht es nicht darum, auf die Sonne gänzlich zu verzichten. Die Kinder sollen auf spielerische Art und Weise Schutzmechanismen und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Haut erlernen.“

„Für Erwachsene sollte die Hautkrebsvorsorge ein Thema sein“, so Lodin weiter. „Sie wird in der Regel ab dem 35.Lebensjahr alle 2 Jahre von den Kassen angeboten und ist zunehmend von immenser Bedeutung.“

Dabei kann jede und jeder Einzelne auch selbst auf die eigene Haut achten. Oftmals lassen sich mithilfe der ABCD-Regel auffällige Hautveränderungen einordnen. Dabei spielen Faktoren wie Asymmetrie, Begrenzung, Farbe und Durchmesser eine Rolle, um das Entartungsrisiko einzuschätzen.

Die Sonnenschutzregeln

So schützen Sie Ihr Kind und sich richtig!

Regel Nr. 1: Anziehen!
Der beste und einfachste Schutz ist mit Kleidung und einem Sonnenhut zu erreichen. Die Kleidung sollte leicht und weit sein. Kleidung mit UV-Schutz ist in manchen Fällen empfehlenswert. Der Hut sollte auch die Ohren und den Nacken schützen. Schuhe sollten den Fußrücken bedecken.

Regel Nr. 2: Augen schützen!
Eine Sonnenbrille beugt Augenschäden wie Linsentrübung oder Schädigung der Netzhaut vor. Hinsichtlich der UV-Filterwirkung bestehen keine bedenken, preisgüngstige Brillen vom Drogeriemarkt etc. zu verwenden, sofern diese einen Herstellerhinweis zum UV-Schutz (100% UV-Schutz oder UV 400) aufweisen und auf eine geeignete Tönung (braun oder grau) sowie einen ausreichenden Seitenschutz geachtet wird.

Regel Nr. 3: Eincremen!
Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer Sonnencreme ein, die mindestens einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 aufweist. Dieser LSF entspricht einem hohen Schutzniveau. Bei sehr empfindlicher Haut Ihrer Kinder, im Hochsommer und in südlichen Ländern sollten Sie einen noch höheren LSF (sehr hohes Schutzniveau) wählen. Verwenden Sie eine Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Filter und tragen Sie die Sonnencreme eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne auf, damit sie ihre Wirkung voll entfalten kann. Erneuern Sie den Sonnenschutz mehrmals täglich. Achtung: Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht. Es erhält sie nur.

Regel Nr. 4: Keine Medikamente und Sonne!
Achten Sie bei Medikamenten auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht. Fragen Sie sicherheitshalber vorher Ihren Arzt.

Regel Nr. 5: Keine starke Bestrahlung!
Meiden Sie die Sonne in der Mittagszeit (zwischen 11.00 und 15.00 Uhr). Die Wirkung der Sonne ist dann mehrfach höher als vormittags oder nachmittags. Richten Sie sich bei der Aktivität im Freien nach dem UV-Index (UVI) und schützen Sie Kinder entsprechend. Den UVI erfahren Sie beispielsweise über den Wetterbericht oder im Internet. Beachten Sie aber, dass die UV-Belastung aufgrund von Reflexionen an Schnee, Sand und Wasser höher sein kann als der UVI angibt.

Regel Nr. 6: Keine pralle Sonne für Kleinkinder!
Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne. Suchen Sie ihnen einen schattigen Platz und ziehen Sie Ihre Kinder sonnengerecht an. Auf Sonnencreme sollte im ersten Lebensjahr verzichtet werden.

Regel Nr. 7: Kein Sonnenbrand!
Vermeiden Sie einen Sonnenbrand! Selbst eine schmerzlose Hautrötung (leichteste Form des Sonnenbrandes) kann Hautschäden bewirken.

Regel Nr. 8: Besonderer Schutz beim Baden!
Beim Baden und Schwimmen gilt: auch hier sollten schultern, Brust und Rücken mit einem T-Shirt oder spezieller UV-Badekleidung bedeckt sein. Insbesondere nach dem Aufenthalt im Wasser sollte die Haut mit Sonnenschutzcreme nachgecremt werden, um die Schutzwirkung zu erhalten.

Regel Nr. 9: Meide Solarien
Geben Sie im Urlaub der Haut Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen. Bleiben Sie in den ersten Tagen lieber im Schatten. Eine Vorbräunung im Solarium führt übrigens nicht zu einer nennenswerten Erhöhung des Eigenschutzes der Haut. Die zusätzliche UV-Belastung schadet dagegen der Haut.

Regel Nr. 10: Sei Vorbild!
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, damit sich Ihr Kind von klein auf an den richtigen Umgang mit der Sonne gewöhnt.

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