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Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: Jörg Weyel und Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange, Foto: Dr. Dr. Lange & Weyel

3. Quartal 2018 | Anzeige

Moderne Implantologie im Menge Haus

Sichere und schonende Lösungen dank körpereigeneer Wachstumsfaktoren

Zahnimplantate haben sich als eine flexible Lösung für verlässlichen und sicher sitzenden Zahnersatz etabliert. Mit dem so genannten PRGF Verfahren, bei dem Eigenblut des Patienten aufbereitet wird, soll bei chirurgischen Eingriffen eine zügigere Wundheilung und in der Implantologie eine bessere Einheilung der Implantate ermöglicht werden. Wir informierten uns im Menge Haus bei den zertifizierten Implantologen Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange und Jörg Weyel über dieses Verfahren.

Redaktion: Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung PRGF?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: PRGF steht für Plasma Rich rowth Factor. PRGF ist ein Verfahren zur Gewinnung von körpereigenen Wachstumsfaktoren durch die Entnahme von Eigenblut. Wir nutzen die Therapiemöglichkeit der Plasmaanreicherung um einen Knochenaufbau mit körpereigenem Material zu stimulieren und eine Geweberegeneration anzuregen. In unserer Praxis verwenden wir das Verfahren bevorzugt in der Implantologie und bei Knochenaufbauenden Maßnahmen sowie in der Parodontologie, bei Zahnextraktionen und in der Defektchirurgie.

Jörg Weyel: Unsere Erfahrungen decken sich mit den Ergebnissen wissenschaft licher Studien. Die überweisenden Kollegen und wir haben eine beschleunigte Wundheilung feststellen können. Wir setzen das Verfahren ein, um die Erhaltung und den Aufbau des Kieferknochens zu verbessern und die Regeneration des Kieferknochens zu fördern. Der Einsatz des aufbereiteten Plasmas kann Schwellungen und Schmerzen deutlich reduzieren, Entzündungen und Infektionen vorbeugen und einen komplikationslosen Heilungsverlauf unterstützen. Da nur körpereigenes Material verwendet wird, werden Abstoßreaktionen verhindert und Unverträglichkeiten ausgeschlossen.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: In der Implantologie können wir mit PRGF die Einheilung der Implantate beschleunigen. Für Patienten bedeutet dies hervorragende Ergebnisse in der Wundheilung und letztendlich eine frühere Wiederherstellung der Kaufunktion. Patienten wünschen sich möglichst kurze Behandlungszeiten, keine oder nur minimale Schmerzen und eine sichere, komplikationslose Heilung. PRGF unterstützt uns wirkungsvoll, diese Ziele zu erreichen.

Redaktion: Wie funktioniert die erwähnte Plasmaanreicherung?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Vor einer Behandlung entnehmen wir Patienten eine kleine Menge Blut aus der Armvene. In einer speziellen Zentrifuge wird das Blut auf- und weiterverarbeitet. Das Eigenplasma wird von den übrigen Blutbestandteilen getrennt. Ziel ist, die patienteneigenen Wachstumsfaktoren aus dem Blut zu isolieren und zu extrahieren, um die für die Regeneration essentiellen, körpereigenen Proteine zu erhalten. Das Protein Fibrin dient bei Verletzungen zur Blutstillung und bildet eine natürliche Schutzbarriere gegen eine Infektion. Aus dem Fibrin stellen wir eine autologe Membran her.

Jörg Weyel: Die Proteine und das gewonnene Blutplasma, das eine hohe Konzentration an Thrombozyten (Blutplättchen) enthält, können während einer Behandlung exakt in den Bereichen platziert werden, an denen die Geweberegeneration unterstützt werden soll. Die Membran können wir zur Deckung von Knochendefekten verwenden. In der Implantatchirurgie nutzen wir das bioaktive Material zur Spülung des Implantatlagers und zur Benetzung des Implantates, um eine Verbesserung der postoperativen Wundheilung zu erzielen. Auch bei den Nachkontrollen unserer Kollegen zeigt sich eine verbesserte Wundheilung bei der Anwendung von autologen Membranen aus Eigenblut.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: In der Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie und der Implantologie werden die Plasma Präparate zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit der Anwendung von körpereigenen Wachstumsfaktoren können diese minimal invasiven Implantationen für Patienten noch komfortabler und angenehmer werden. Die Einheilungszeit wird dadurch verkürzt. Wir erwarten von den neuen Verfahren der Regenerationsmedizin noch schonendere Eingriffe mit schnellerer und besserer Wundheilung.

Redaktion: Herr Dr. Lange, Herr Weyel, wir danken für dieses interessante Gespräch.

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