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  • von links: Dr. med. Götz Greif, Oberarzt der Stroke Unit und Facharzt für Neurologie, Axel Ophüls, Stationsleiter, Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch, Foto: Kliniken Maria Hilf

    von links: Dr. med. Götz Greif, Oberarzt der Stroke Unit und Facharzt für Neurologie, Axel Ophüls, Stationsleiter, Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch, Foto: Kliniken Maria Hilf

  • Der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch, Foto: Kliniken Maria Hilf

    Der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch, Foto: Kliniken Maria Hilf

3. Quartal 2018 | Anzeige

Von der deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert:

die Stroke Unit der Kliniken Maria Hilf

Die Akutversorgung des Schlaganfalls in Deutschland ist heute sehr gut. Bundesweit gibt es mehr als 300 zertifizierte Schlaganfall-Stationen (Stroke Units), immer mehr Patienten überleben den Schlaganfall. Nach wie vor ist der Schlaganfall aber der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. 60 Prozent der Patienten sind auf Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Immer mehr Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall profitieren von einer mechanischen Thrombektomie, der mechanischen Entfernung eines Blutgerinnseln im Gehirn mit einem Katheter.

„Die für einen Schlaganfallpatienten gebotene Versorgung ist durch unsere breit aufgestellte Klinik für Neurologie und insbesondere durch unsere Stroke Unit bei den Kliniken Maria Hilf jederzeit rund um die Uhr vor Ort gegeben“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Neurologie Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch. „Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall – in Akutsituationen zählt jede Minute. Je weniger Zeit zwischen den ersten Symptomen und dem Beginn der Behandlung liegt, desto günstiger ist die Prognose für den Patienten. Auch eine vorübergehende Lähmung, Sprach- oder Sehstörung, die sogenannte transitorische ischämische Attacke (TIA), ist möglicher Vorbote eines großen Schlaganfalls. Die rasche Betreuung, klare Diagnose und Behandlung auf einer Stroke Unit können dieses Schicksal häufig abwenden“.

Auf einer spezialisierten Schlaganfall-Station, einer sogenannten Stroke Unit, wird der Schlaganfall-Patient im Akutstadium mit einem umfassenden Behandlungskonzept schnell und sicher einer fachübergreifenden Therapie zugeführt. Die Chance zu überleben und keine Behinderungen davon zu tragen erhöht sich dadurch um 25 Prozent. Eine Stroke Unit hat die technischen und die personellen Voraussetzungen, Schlaganfall-Patienten mit den notwendigen medizinischen Maßnahmen zu versorgen. Ein erfahrenes Team unterschiedlicher Fachärzte arbeitet hier zusammen. Rund um die Uhr werden die Lebensfunktionen der Betroffenen überwacht. Mit 18 Betten wurde die Stroke Unit der Kliniken Maria Hilf jetzt anlässlich der Standortzusammenlegung der Kliniken Maria Hilf erweitert und dem zunehmenden Bedarf der Region angepasst.

Nach aktueller wissenschaftlicher Datenlage ist die Versorgung des Schlaganfalls in einer auf die Schlaganfall-Behandlung spezialisierten Klinik mit Stroke Unit vorzuziehen. Demnach sollte auf eine fachgerechte Zuweisung geachtet werden. Nach den länderspezifischen Rettungsgesetzen müssen Patienten „in die nächst gelegene geeignete Klinik“ gebracht werden.

Von 1998 bis 2015 sei es den Neurologen in Europa gelungen, die Sterberate nach Schlaganfall zu halbieren. Weiterhin jedoch gehen etwa 1,6 Millionen Lebensjahre durch den Schlaganfall verloren. Die Erfolgsgeschichte der Neurologie hat Grenzen.

„Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr rund 260.000 Menschen einen Schlaganfall.“

Schlaganfall ist behandelbar

Plötzliche Sprachstörungen, ein unsicherer Gang, einseitige Lähmungen – das sind typische Symptome eines Schlaganfalls. Dann ist Schnelligkeit gefragt, denn die Erkrankung ist ein absoluter Notfall. Wenn die Anzeichen früh erkannt werden und der Patient rasch kompetent versorgt wird, sind schwere Folgeschäden vermeidbar.

Allen Patienten mit einem Schlaganfall sollte eine Behandlung in einer Klinik mit Stroke Unit ermöglicht werden. Eine aktuelle Auswertung zur Lysetherapie-Anwendung in Krankenhäusern mit und ohne Stroke Unit zeigt, dass Kliniken ohne Stroke Unit diese wirksame Therapie deutlich seltener einsetzen. Die Untersuchung zeigt auch, dass der Behandlungserfolg um ein Drittel höher liegen könnte, wenn Schlaganfallpatienten konsequent Stroke Units zugewiesen würden und die Lysetherapie fachgerecht erfolge.

Lähmungen, Sprachstörungen und Sehstörungen – ein Schlaganfall kann zahlreiche körperliche Folgen nach sich ziehen. Auch die Psyche leidet oft: Bei etwa jedem dritten Patienten tritt eine Depression oder Angststörung auf. Zudem entwickelt jeder Zehnte eine Demenz. Daher ist eine kompetente Behandlung und Nachsorge nach Schlaganfall umso wichtiger!

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