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  • Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach, Elisabeth-Krankenhaus Rheydt, Foto: Städtische Kliniken Mönchengladbach

    Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach, Elisabeth-Krankenhaus Rheydt, Foto: Städtische Kliniken Mönchengladbach

  • links: Prof. Dr. med. Huan N. Nguyen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, rechts: Prof. Dr. med. Olaf Horstmann Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Endokrine Chirurgie, Foto: Städtische Kliniken Mönchengladbach

    links: Prof. Dr. med. Huan N. Nguyen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, rechts: Prof. Dr. med. Olaf Horstmann Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Endokrine Chirurgie, Foto: Städtische Kliniken Mönchengladbach

3. Quartal 2018 | Anzeige

Darmkrebszentrum mit Gütesiegel ausgezeichnet

Behandlung auf hohem medizinischen Niveau

Wenn Darmkrebs konsequent behandelt wird, ist er relativ gut heilbar.“ Dies ist ihm eine wichtige Botschaft. Prof. Dr. Olaf Horstmann, Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie am Eli, hat zudem eine zweite gute Nachricht für die Betroffenen in der Region. Das Darmkrebszentrum an den Städtischen Kliniken trägt das Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft DKG. Die Arbeit der Mediziner richtet sich nach Vorgaben, die eine unabhängige Expertenkommission erarbeitet hat.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat er mit seinem Team die dazu nötigen Strukturen geschaffen: „Zentrales Element ist die regelmäßige Tumorkonferenz. Dort werden mit allen beteiligten Fachrichtungen alle Fälle individuell besprochen. Ziel ist es, die beste Strategie in der Behandlung des jeweiligen Tumors festzulegen.“ Die Herausforderung bestehe darin, „alle Partner in fest vorgegebenen Pfaden miteinander zu vernetzen, ohne die individuellen Belange der Patienten zu vernachlässigen. Dies ist eines der wesentlichen Ziele eines Darmkrebszentrums.“

Prof. Dr. Huan Nguyen, Chefarzt der Klinik für innere Medizin und Gastroenterologie, begrüßt ausdrücklich, „dass wir uns in dem Gremium intensiv austauschen, z.B. auch mit den Strahlen- und Chemotherapeuten, aber auch mit Röntgenspezialisten.“ Das ermögliche auch begleitende multimodale Therapien, um die Gefahr von Neuerkrankungen oder die Bildung und die Streuung von Metastasen zu verhindern, wenigstens aber zu vermindern. Hier spielt die Endoskopie eine entscheidende Rolle.

An der Tumorkonferenz nehmen auch Physiotherapeuten, Seelsorger, oder auch eine onkologische Schwester teil. Sowie Psychologen, so Prof. Horstmann, „denn die Diagnose Krebs belastet die Menschen sehr.“ So ist es absolut selbstverständlich und vorrangig, „dass die Betroffenen innerhalb von 24 Stunden einen Gesprächstermin bei uns bekommen.“ In einem Benchmark- Bericht des Westdeutschen Darm-Centrums wird dem Zentrum für die Behandlung von Darmkrebs am Eli „eine abgestimmte Behandlung auf sehr hohem medizinischen Niveau“ bescheinigt.

Das Siegel der DKG verpflichtet das Darmkrebszentrum zur akribischen Dokumentation jedes einzelnen Falles, war Diagnose, Befund und Therapie betrifft. Aber es geht auch um die intensive Nachsorge der Darmkrebspatienten über fünf Jahre. Dazu befragt eine eigens ausgebildete Study-Nurse die niedergelassenen Ärzte über den Gesundheitszustand der Krebspatienten. Horstmann: „Nach fünf Jahren geht man davon aus, dass der Darmkrebs geheilt ist.

Für Prof. Huan Nguyen spielt die Früherkennung eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Darmkrebs: „Eine Darmspiegelung ab 55 Jahre sollte unbedingt sein. Das zahlen auch die Kassen. Bei der Untersuchung können z.B. Polypen abgetragen werden, die eine Vorstufe für einen Darmkrebs sein können.“ Nicht selten würden vor der eigentlichen Darmkrebs-OP erst die Polypen entfernt. Dies sei schonender.

Er möchte den Patienten eine weitverbreitete Sorge nehmen. Die Koloskopie sei wegen der leichten Sedierung des Patienten nicht unangenehm und nach etwa 25 Minuten beendet. Der Patient merke nichts: „Das Unangenehme ist lediglich die Entleerung des Darms vorher.“

Angesprochen auf die Ursachen für das Entstehen von Darmkrebs, hat der Gastroenterologe drei Antworten parat: „Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Zum Anderen spielen die Erbanlagen eine Rolle. Und auch, drittens, die Umwelteinfl üsse.“ Er kann nur jedem empfehlen, „sich ballaststoff reich zu ernähren. Das wirkt sich sehr positiv aus.“

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