Menü

Medizin + Co Magazin

Ausgewählte Artikel aus Ihrem Gesundheitsmagazin

Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: Jörg Weyel und Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange, Foto: Dr. Dr. Lange Weyel

November 2018 | Anzeige

Heilungsprozesse wirkungsvoll unterstützen

Neue Entwicklungen der biomedizinischen Technologie haben es möglich gemacht, die physiologischen Heilungsprozesse des menschlichen Gewebes zu beeinflussen und zu fördern. Wir sprachen mit den beiden Fachärzten für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Dr. Dr. Ralf- Thomas Lange und Jörg Weyel darüber, wie sich diese Entwicklungen in der Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie nutzen lassen.

Redaktion: Welche Erfahrungen haben Sie mit der Methode der Anregung körpereigener Heilungsprozesse?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Der menschliche Organismus setzt bei Verletzungen spezielle Proteine frei, die die körpereigenen Heilungsprozesse anregen. Die regenerative Medizin nutzt diesen Selbstheilungsmechanismus des Körpers, um nach einem operativen Eingriff die Regeneration von Weichgewebe und Knochen zu beschleunigen. Zur Aktivierung der Heilungsprozesse benötigen wir eine kleine Menge Eigenblut des Patienten, etwa 30 bis 40 ml, das wir vor einer Behandlung aus der Armvene entnehmen. In einem speziellen Aufbereitungsverfahren gewinnen wir Blutplasma, das sich positiv auf den Genesungsprozess auswirkt. Für unsere Patienten bedeutet die Behandlung mit diesen Eigenblut-Präparaten bei chirurgischen Eingriffen eine Beschleunigung der Wundheilung. Bei knochenaufbauenden Maßnahmen erzielen wir eine schnellere Knochenregeneration. Unsere überweisenden Kollegen und wir haben bei Nachuntersuchungen eine deutlich bessere postoperative Wundheilung festgestellt.

Jörg Weyel: Der Einsatz des aufbereiteten Blut-Plasmas kann Schwellungen und Schmerzen reduzieren, Entzündungen und Infektionen vorbeugen und einen komplikationslosen Heilungsverlauf unterstützen. Mit der Anwendung von körpereigenen Wachstumsfaktoren können minimal invasive Implantationen für Patienten noch komfortabler werden, da die Wunden im Bereich von Implantaten wesentlich besser heilen. Bei der Einheilung eines Implantates soll das Plasma das Gewebe um das eingebrachte Zahnimplantat zur Heilung anregen und dafür sorgen, dass das Implantat besser mit dem Knochen verwachsen kann. Da sich so die Einheilzeit der Implantate verkürzen kann, können unsere überweisenden Kollegen die Implantate früher versorgen. Patienten erhalten eher ihre neuen, festsitzenden Zähne und eine frühere Wiederherstellung der Kaufunktion. Auch bei Knochen- und Weichgewebstransplantaten können die patienteneigenen Wachstumsfaktoren die Einheilung unterstützen.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Wir haben im Menge Haus mit der Verwendung von Eigenblut und Blutplasma sehr gute Ergebnisse erzielt. Die positive Wirkung von aufbereitetem Blutplasma auf den Genesungsprozess wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen dokumentiert.

Redaktion: Wie wird das Blut aufbereitet?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: In einer speziellen Zentrifuge wird das autolog gewonnene Blut auf- und weiterverarbeitet. Das Eigenplasma wird von den übrigen Blutbestandteilen getrennt. Ziel ist, die patienteneigenen Wachstumsfaktoren aus dem Blut zu isolieren und zu extrahieren, um die für die Regeneration essentiellen, körpereigenen Proteine und das so genannte Plättchenreiche Fibrin zu erhalten.

Jörg Weyel: Das Verfahren nennt sich PRGF-Technik (Preparation Rich in Growth Factors). Bei einer Verletzung initiiert unser Blut normalerweise eine Heilungsreaktion. Die PRGF-Technik macht sich diese natürlichen Eigenschaften des Blutes zunutze. Bei der Aufbereitung reichern wir die Wachstumsfaktoren an, um sie in einer höheren Konzentration anwenden zu können.

Redaktion: Ist die Anwendung der PRGF Technik für einen Patienten belastend?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Außer dem Einstich bei der Blutentnahme merken Patienten nichts von der Behandlung. Während eines Eingriffes platzierten wir das gewonnene Plasma exakt in den Bereichen, an denen die Geweberegeneration unterstützt werden soll. Für Patienten ist dies nicht spürbar oder belastend. Da mit dem Verfahren nur körpereigene Substanzen zum Einsatz kommen, können allergische Reaktionen oder Risiken, die durch Fremdmaterialien entstehen, ausgeschlossen werden. Eigenblutplasma ist ein biokompatibles Material und sorgt wie erwähnt für weniger Wundschmerz, weniger Schwellungen und eine deutlich schnellere und komplikationsfreiere Wund- und Knochenheilung.

Redaktion: Das Konzept der Praxis für Mund - Kiefer - Gesichtschirurgie, Plastische - Ästhetische Operationen, Dr. Dr. Lange & Weyel verspricht bewährte und abgesicherte Therapiewege. Es bietet Patienten eine entspannte Praxisatmosphäre und den Komfort und die medizinische Qualität, die von moderner Implantologie, Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie und anspruchsvoller Ästhetisch - Plastischer Chirurgie erwartet werden kann. Herr Dr. Lange, Herr Weyel wir danken für dieses aufschlussreiche Gespräch.

Zurück